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Clinique de Metz

Zusammenlegung zweier Privatkliniken in einem warmen, ästhetischen und beruhigenden Raum.

Zusammenlegung zweier Privatkliniken in einem warmen, ästhetischen und beruhigenden Raum.

Um diese Klinik der Zukunft mit 380 Betten zu entwerfen, hat Patriarche den Schwerpunkt auf das physische und emotionale Wohlbefinden im gesamten Betreuungsprozess gelegt – vom Verlassen des eigenen Zuhauses bis zur Rückkehr dorthin.

Die vorgeschlagene Architektur stellt den Menschen in den Mittelpunkt des Gebäudes. Sie ist maßstabsgetreu und schafft eine wohnliche Atmosphäre, die Stress und Angst reduziert.

Die erste Etappe des Patientenpfads beginnt im Gebäude „Das Haus“, das durch eine einladende Architektur und transparente Glasfassaden besticht. Es wurde als ein „aktives Herz“ konzipiert, das mit den klassischen Krankenhauscodes bricht. „Das Haus“ vereint Geschäfte, Gastronomie, digitale Informationspunkte und verschiedene Facharztpraxen.

Ambulante Behandlungen und stationäre Aufenthalte finden in einem „Hotel“ statt, in dem die Patientenwege in beruhigenden Atmosphären organisiert sind – stets in Verbindung mit der umgebenden Vegetation rund um sogenannte „Grünzimmer“. Die heilende Kraft der Natur ist der rote Faden einer sinnlichen Erfahrung, die die Autonomie der Patienten fördert.

Die technischen Bereiche sind in einem dritten Gebäude untergebracht, dessen Zugänge und Verbindungen so gestaltet wurden, dass sie die Abläufe optimieren und die Exzellenz des Pflegepersonals unterstützen.

Das digitale Angebot ergänzt die Architektur, indem es durch Apps mehr Autonomie und Wohlbefinden für die Patienten ermöglicht.

Bauherr : Elsan Gruppe

Standort : Metz, Frankreich

GF : 35 000 m²

Status : Wettbewerg

Date : 2020

Key points

  • Skalierbarkeit.
  • Intelligentes Krankenhaus.
  • Stadtplanung für ein Krankenhausviertel.
  • Vorfertigung und modulare Bauweise.

Nachhaltickeit

  • Optimierung des Energieverbrauchs.
  • Biologische Vielfalt.
  • Gesunde Materialien.
  • Sammlung von Regenwasser.
  • Fotovoltaik-Farm.
  • Wassersparende Ausrüstung.
  • Verringerung der Kohlenstoffauswirkungen.
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accueil hôpital aménagement

Absichten – Grundsätzliche Entscheidungen

Die Klinik gliedert sich in drei Gebäude, die jeweils komplementäre Funktionen erfüllen und eine eigene, charakteristische Atmosphäre besitzen.

„Das Haus“ vereint Empfangs- und Gastronomiebereiche: Hier kommen die Patient:innen an, warten, entspannen sich oder lassen sich unterhalten. Die Raumaufteilung und die geschaffene Atmosphäre sind warm und einladend – ein Ort der Begegnung und des Austauschs.

„Das Hotel“: In diesem Gebäude sind die Patientenzimmer untergebracht, die als kleine, geborgene Rückzugsorte gestaltet wurden. Auch die Räume für Sprechstunden und Labore befinden sich im Hotel.

architecte hôpital bloc opératoire

Das Plateau“: Dieses Gebäude, das den Operationssälen und der Notaufnahme gewidmet ist, wurde so konzipiert, dass es eine optimale Flussführung und maximale Effizienz in Arbeitsabläufen und Bewegungen ermöglicht.

Die räumliche Gliederung dieser drei Einheiten erlaubt es, Teile der Klinik zu „entkrankenhausen“, um stressfreie Zonen für die Patient:innen zu schaffen und die medizinische Einrichtung in das städtische Umfeld zu integrieren. Farben, Materialien, Licht und Möbel interpretieren die Codes der Hotellerie neu.

jardin extérieur hôpital
architecture paysage hôpital clinique

Städtebauliches und landschaftsplanerisches Konzept

Eine fragmentierte Gesundheitsarchitektur, besser in die Stadt und den menschlichen Maßstab integriert. Komfortable Übergangsräume zur Stressreduktion. Eine direkte Begegnung zwischen Patient und Natur.

Eine intelligente und vernetzte Klinik, in der der Mensch im Mittelpunkt der digitalen Lösungen steht.

smart hopital architecte

Smart Building und Digitalisierung

Die Digitalisierung der Klinik basiert auf folgenden Systemen: dem Building Operating System (BOS), einem gewerkeübergreifenden Steuerungssystem mit Geolokalisierung, einem vernetzten und skalierbaren Sicherheitssystem sowie einer vollständigen Konnektivität.

Um das Drei-Sterne-Niveau des „Ready 2 Services“-Standards der Smart Building Alliance zu erreichen, ist die Integration eines BOS erforderlich. Dabei handelt es sich um eine Plattform, auf der alle Gebäudesysteme strukturierte Daten austauschen – untereinander und mit zukünftigen Service-Anwendungen.

Die Indoor-Geolokalisierung (WLAN-Hotspots, Bluetooth-Beacons), die gewerkeübergreifenden Steuerungen (Beleuchtung, HLK, Jalousien) sowie Sensoren (Präsenz, Helligkeit) erleichtern den Alltag aller Nutzer:innen. Funktionen wie Self-Check-in, Pager, Touch-Terminals und digitale Wegweiser sorgen beispielsweise für einen reibungslosen Empfang der Patient:innen.

espace bien être hôpital clinique architecture

Conception durable et résilience

Skalierbarkeit

Auf Standortebene sind die Gebäude so angeordnet, dass zukünftige Erweiterungen problemlos möglich sind. Auf Gebäudeebene ermöglichen das Raster, die freien Geschosse und das Stützen-/Plattensystem eine flexible Raumgestaltung in vielfältigen Varianten.

Kreislaufwirtschaft

Durch den Einsatz von Vorfertigung, modularem Bauen und die Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen setzt das Projekt die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft in die Praxis um.

Ein Bauwerk, das sich an Veränderungen anpassen, für andere Nutzungen weiterentwickeln oder auf eine pandemische Krise reagieren kann.

chambre hôpital aménagement design architecture

Team

Patriarche (Architektur, Innenarchitektur, TGA-Planung, Umweltqualität im Bauwesen, Kostenmanagement, BIM, Städtebau, Landschaftsplanung)

Partner

OTE Ingénierie, Gamba, Hospi Coach, Adopale, Convergence

Kredits

3D Bildung : ©Patriarche

Gebäudetypologie

Gesundheit