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Sartorius France Campus in Aubagne: Ein Jahr nach der Fertigstellung – Rückblick auf ein gemischt genutztes Projekt mit Büros, Laboren und Logistikflächen.

Campus sartorius Aubagne

Fast ein Jahr nach seiner Inbetriebnahme hat sich der Sartorius France Campus in Aubagne als Referenzprojekt im Bereich der Life Sciences etabliert. Konzipiert zur Begleitung des Wachstums von Sartorius Stedim Biotech, einem führenden Akteur der Biotechnologiebranche, vereint dieses 65.000 m² große Projekt Büro-, Wissenschafts- und Logistikfunktionen an einem einzigen Standort in einem kohärenten, anpassungsfähigen Ensemble mit starker Verankerung in seinem Umfeld.

Der Campus wurde von Patriarche im Rahmen einer Planung-und-Ausführung-Arbeitsgemeinschaft entwickelt und realisiert, an der insbesondere Travaux du Midi und Autumn | Patriarche beteiligt waren. Er veranschaulicht einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem Architektur, Ingenieurwesen, Landschaftsplanung und Ausführung zusammenwirken, um ein hochkomplexes und technisch anspruchsvolles Projekt zu verwirklichen.

Ein Campus mit vielfältigen Nutzungen

Eine der zentralen Herausforderungen des Projekts bestand darin, sehr unterschiedliche Aktivitäten an einem Standort zusammenzuführen – jede mit ihren eigenen Anforderungen. Forschung, Qualitätskontrolle, Logistik, Supportfunktionen sowie Arbeits- und Aufenthaltsbereiche sind auf dem Campus vereint und erfüllen zugleich ihre jeweiligen betrieblichen Bedürfnisse.

Der von unseren Teams entwickelte Masterplan strukturiert diese Vielfalt in einer klaren und nachhaltigen Organisation. Der Campus umfasst insbesondere:

  • Gebäude P16: Als Erweiterung der bestehenden Produktionsanlage umfasst dieses Gebäude ein automatisiertes Hochregallager, eine Logistikhalle mit zehn Verladetoren, Büroflächen auf zwei Obergeschossen, ein Qualitätslabor, eine Kantine sowie einen 500 m² großen Reinraum (ISO 7). Die Bürofassaden mit Pfosten-Riegel-Konstruktion und verstellbaren Sonnenschutzlamellen sowie die Lamellenverkleidung des Logistikbereichs verleihen dem Gebäude eine klare, reduzierte Architektursprache. Ein 130 Meter langer Verbindungsgang verknüpft den Neubau mit dem bestehenden Hauptgebäude.
Sartorius France Campus in Aubagne: Ein Jahr nach der Fertigstellung – Rückblick auf ein gemischt genutztes Projekt mit Büros, Laboren und Logistikflächen.
Sartorius France Campus in Aubagne: Ein Jahr nach der Fertigstellung – Rückblick auf ein gemischt genutztes Projekt mit Büros, Laboren und Logistikflächen.
Sartorius France Campus in Aubagne: Ein Jahr nach der Fertigstellung – Rückblick auf ein gemischt genutztes Projekt mit Büros, Laboren und Logistikflächen.
Sartorius France Campus in Aubagne: Ein Jahr nach der Fertigstellung – Rückblick auf ein gemischt genutztes Projekt mit Büros, Laboren und Logistikflächen.
  • Gebäude P17: Als zentrales Gebäude des Campus beherbergt es die Gemeinschaftsbereiche (Restaurant, Cafeteria, Auditorium, Fitnessbereich), ein Konferenzzentrum, Besprechungsräume sowie offene Büroflächen. Der viergeschossige, verglaste Kubus (50 × 50 × 20 m) ist von einer zweischaligen Fassade aus Holz, Aluminium und Weißglas umhüllt, die Panoramablicke ermöglicht und die umliegende Berglandschaft widerspiegelt. Gleichzeitig schützt diese Hülle die außenliegenden Metallstores vor den starken Mistralwinden. Ein 20 Meter hohes, von oben belichtetes Atrium verbindet die Geschosse miteinander und bündelt sämtliche Erschließungswege des Gebäudes – verglaste Galerien, freitragende Metalltreppen und Eichenholzstufen.
Sartorius France Campus in Aubagne: Ein Jahr nach der Fertigstellung – Rückblick auf ein gemischt genutztes Projekt mit Büros, Laboren und Logistikflächen.
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Sartorius France Campus in Aubagne: Ein Jahr nach der Fertigstellung – Rückblick auf ein gemischt genutztes Projekt mit Büros, Laboren und Logistikflächen.
  • Vielfältige Nutzungen und Landschaftsräume fördern die Biodiversität: Ein Freiluft-Amphitheater, Gastronomiebereiche, Sport- und Erholungszonen sowie Wasserbecken und begrünte Mulden schaffen Orte für Begegnung und Bewegung. So ist der Campus nicht nur Produktions- und Forschungsstandort, sondern auch ein lebendiger Lebensraum.

Jede Funktion fügt sich in ein ganzheitliches Konzept ein, das Synergien zwischen den unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen fördert und zugleich den Anforderungen eines industriellen und wissenschaftlichen Umfelds gerecht wird. Die zum Landschaftsraum hin offene Architektur schafft ein inspirierendes Arbeitsumfeld, das dazu beiträgt, Talente in einem besonders wettbewerbsintensiven Sektor zu gewinnen und langfristig zu binden.

Ein Modell für ökologische Leistungsfähigkeit

Der Campus wurde auf einer 11,5 Hektar großen ehemaligen Industriebrache errichtet, von der ein Teil in einem Überschwemmungsgebiet liegt. Seine Planung folgte einem ambitionierten Nachhaltigkeitsansatz.

Zu den umgesetzten Maßnahmen gehören:

  • 2.200 Photovoltaikmodule auf den Dachflächen,
  • Holzfassaden zur Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks,
  • eine zweischalige Glasfassade zur Verbesserung der energetischen Leistung,
  • ein nächtliches Free-Cooling-System zur natürlichen Kühlung des Atriums,
  • ein Netz aus begrünten Mulden und Rückhaltebecken zur Sicherstellung der hydraulischen Durchlässigkeit,
  • die Pflanzung von rund 100 Bäumen zur Förderung der Biodiversität auf dem Gelände.

Sämtliche Büro- und Logistikgebäude wurden mit den Zertifizierungen HQE Bâtiment Durable – Niveau Excellent sowie BiodiverCity ausgezeichnet. Diese bestätigen einen ganzheitlichen Ansatz, der Energieeffizienz, Biodiversität, Nutzerkomfort und territoriale Resilienz gleichermaßen berücksichtigt.

Sartorius France Campus in Aubagne: Ein Jahr nach der Fertigstellung – Rückblick auf ein gemischt genutztes Projekt mit Büros, Laboren und Logistikflächen.
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Sartorius France Campus in Aubagne: Ein Jahr nach der Fertigstellung – Rückblick auf ein gemischt genutztes Projekt mit Büros, Laboren und Logistikflächen.

Ein schlüssiges Design-and-Build-Modell

Dieses Projekt verdeutlicht zudem den Mehrwert eines integrierten Ansatzes. Von den ersten strategischen Überlegungen an waren die Teams von Patriarche eingebunden und verantworteten die Entwicklung des Masterplans, die architektonische Planung, die technischen Studien sowie die Bauüberwachung.

Diese Kontinuität wurde durch die Beteiligung von Autumn | Patriarche weiter gestärkt. Das Unternehmen war für die Gebäudehüllen der Baukörper P16 und P17 sowie für besondere technische Elemente verantwortlich, darunter die markanten freitragenden Treppen im Atrium, das Glasdach und die verglasten Geländer.

Da das Projekt bei laufendem Betrieb umgesetzt wurde, war eine besonders präzise Koordination erforderlich, um Produktions-, Forschungs- und Logistikaktivitäten während der gesamten Bauzeit aufrechtzuerhalten. Dieser Ansatz gewährleistete eine durchgängige Übereinstimmung zwischen architektonischer Vision und baulicher Umsetzung und sicherte gleichzeitig eine hohe Ausführungsqualität bei einem besonders komplexen Bauvorhaben.

Sartorius France Campus in Aubagne: Ein Jahr nach der Fertigstellung – Rückblick auf ein gemischt genutztes Projekt mit Büros, Laboren und Logistikflächen.

« Ein Jahr nach der Fertigstellung bestätigt der Campus die Relevanz der bereits in der Planungsphase getroffenen Entscheidungen. Durch die Zusammenführung von Büros, Laboren, Logistik- und Aufenthaltsbereichen an einem einzigen Standort bietet das Projekt Sartorius ein Umfeld, das optimal auf seine heutigen Aktivitäten und zukünftigen Entwicklungsziele abgestimmt ist. Als Ergebnis einer engen Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten veranschaulicht der Campus die Fähigkeit von Patriarche, komplexe Projekte ganzheitlich zu begleiten – von der strategischen Konzeption bis zur Realisierung. »

Alexandre Feuillade, Projektleiter und Architekt bei Patriarche

 

 

Team:
Travaux du Midi, federführendes Mitglied der Planungs- und Ausführungsgemeinschaft mit Patriarche, Autumn | Patriarche und Structures Île-de-France

Partner:
VINCI Construction, SOCOTEC, Groupe CARRE BLEU, GROUPE LORILLARD

Credits:
©Romuald Nicolas

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