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Rechenzentrum: Auf dem Weg zu einer flexiblen, urbanen und in der Realität verankerten Architektur

In einem Kontext, in dem unsere digitalen Anwendungen sich vervielfachen und diversifizieren, spielen Rechenzentren eine wesentliche, wenig sichtbare, aber stets strukturierende Rolle. Die digitalen Infrastrukturen sind nicht nur die Kulissen eines virtuellen Lebens, sondern vielmehr die Stütze einer lebendigen Stadt, verankert im Leben der Regionen und fähig, den digitalen Wandel zu tragen, ohne dabei ihre menschlichen, energetischen und städtebaulichen Auswirkungen aus den Augen zu verlieren.

Eine flexible Architektur, um Entwicklungen aufzufangen

Der Bereich der Rechenzentren entwickelt sich rasant. Der Bedarf an Leistung, Speicher und Rechenkapazität verändert sich von Jahr zu Jahr, manchmal sogar von einem Quartal zum nächsten. Anstatt zu versuchen, genau vorherzusagen, welche Technologien morgen existieren werden, treffen wir eine andere Entscheidung: Gebäude zu entwerfen, die sich im Rhythmus eines sich ständig wandelnden Sektors weiterentwickeln können.

Das bedeutet, von Anfang an modulare, anpassbare und erweiterbare Räume zu planen.
Gebäude, die nicht starr sind, sondern ihre eigene Transformation vorwegnehmen: mögliche Erweiterungen, interne Umgestaltungen, höhere Dichte, neue Nutzungen, neue Kühl- oder Rechentechnologien.

Diese Flexibilität garantiert die Langlebigkeit des Gebäudes, seine wirtschaftliche Nachhaltigkeit und seine Fähigkeit, zukünftige Innovationen ohne Bruch aufzunehmen.

Den ökologischen Fußabdruck bereits in der Planung begrenzen

Über Rechenzentren zu sprechen bedeutet zwangsläufig, über Energie zu sprechen. Ihre Leistungsfähigkeit ist enorm, doch ihr Verbrauch zwingt uns dazu, sparsamere, intelligentere und verantwortungsvollere Modelle zu entwerfen. Wir legen den Schwerpunkt auf technische Kühllösungen wie Air Cooling und Direct Liquid Cooling, die darauf ausgelegt sind, den gesamten energetischen Fußabdruck des Gebäudes zu reduzieren.

Wir sind bestrebt, Rechenzentren zu entwerfen, deren Kühlung so wenig Energie wie möglich benötigt – selbst wenn die Rechenleistung stark zunimmt. Dies beginnt bereits bei der architektonischen Planung: durch die Erleichterung der Strömungsführung, die Begrenzung unnötiger thermischer Lasten, die Antizipation technologischer Entwicklungen, die Öffnung hin zur Wärmerückgewinnung und die Vereinfachung des Betriebs.

Schema sur le fonctionnement des datas centers

Rechenzentrum: ein Projekt im Maßstab des Territoriums

Ein Rechenzentrum ist niemals ein isoliertes Objekt. Sein Standort ist ein echtes städtebauliches Thema: Wie fügt es sich ein? Was kann es beitragen? Wie kann es mit den bestehenden Netzen interagieren?

Eine der relevantesten Antworten liegt in der Nutzung von Abwärme. Die von den Anlagen erzeugte Wärme kann zu einem Vorteil für die Stadt werden: ein Wärmenetz speisen, eine lokale Industrie unterstützen oder zur energetischen Transformation des Gebiets beitragen.

Daher bevorzugt Patriarche einen partnerschaftlichen Ansatz mit den Regionen, um herauszufinden, wie die Installation digitaler Infrastrukturen die urbanen Komponenten positiv beeinflussen kann.

KI‑Campusse entstehen lassen: mehr als nur technische Orte

Wir entwerfen nicht nur Rechenzentren. Wir denken KI‑Campusse, in denen Technik und Mensch miteinander in Kontakt treten.
Rund um das rechentechnische Herz können Ausbildungs-, Innovations- und Forschungsräume entstehen, ebenso Büros, Werkstätten und Services. Diese hybriden Orte verleihen der Infrastruktur einen neuen Wert: Sie werden zu Lernplattformen, zu Orten des Austauschs und zu Hebeln für die lokale wirtschaftliche Entwicklung.
Das Rechenzentrum ist nicht länger eine geschlossene Zone; es wird zu einem lebendigen Ort, der in der Lage ist, Aktivität und Wissen zu erzeugen.

Schéma data center dans la ville

Konsortium Lumière: Rechnen als nationale Infrastruktur etablieren

Diese Vision fügt sich auch in eine umfassendere Dynamik ein. Mit dem Konsortium Lumière beteiligt sich Patriarche an einer nationalen Ambition: die Rechenleistung zu einer strategischen Ressource für Frankreich zu machen. Das Ziel ist klar: großskalige Rechenkapazitäten schaffen, strukturiert wie eine echte Landesinfrastruktur, mit überwiegend französischer und europäischer Governance.
Dies erfordert Standorte, die in der Lage sind, die Zukunft des Hochleistungsrechnens aufzunehmen und gleichzeitig eng mit den Regionen verbunden zu bleiben, in denen sie angesiedelt sind.

Lumière trägt eine zentrale Idee: Rechenleistung ist nicht nur eine technische Herausforderung, sondern ein Pfeiler der Souveränität, der Innovation und der Wettbewerbsfähigkeit. Unsere Rolle besteht darin, dazu eine kohärente, nachhaltige und auf die Bedürfnisse der kommenden Jahre abgestimmte Architektur beizutragen.

Ein Rechenzentrum ist kein einfacher Datenbehälter. Es ist ein Stück öffentlicher Infrastruktur, ein Akteur des Territoriums. Es muss robust sein, aber auch flexibel. Leistungsstark, aber auch verantwortungsvoll. Technisch, aber niemals losgelöst von der Realität.

Bei Patriarche wählen wir ein Modell, das Flexibilität, Wirkung und territoriale Verankerung in den Mittelpunkt des Projekts stellt. Rechenzentren, die dafür gedacht sind, zu bestehen, sich weiterzuentwickeln und beizutragen.

Credits

©Patriarche

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