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HDF Energy: Wenn Architektur den industriellen Wandel unterstützt

Die Industrie befindet sich im Wandel: Dekarbonisierung, neue Energiewertschöpfungsketten, Digitalisierung, Attraktivität von Standorten und hybride Nutzungen. Hinter diesen technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen ist Architektur ein wirkungsvoller Hebel. Denn heute bedeutet die Planung eines Industriestandorts nicht mehr nur, eine Produktionsanlage zu errichten. Es geht darum, ein Gebäude zu entwerfen, das Prozesse transformieren, Innovation fördern, ein Ökosystem schaffen und Talente anziehen kann – und dabei gleichzeitig seine Auswirkungen minimiert.

Das Projekt der HDF-Energy-Fabrik in der Nähe von Bordeaux veranschaulicht dies eindrucksvoll. Als erste Anlage weltweit zur Herstellung von Hochleistungs-PEM-Brennstoffzellen markiert sie einen entscheidenden Schritt beim Aufbau einer französischen Wasserstoffindustrie. Gleichzeitig ist sie ein architektonisches Projekt, das darauf ausgelegt ist, diese industrielle Dynamik zu unterstützen und zu verstärken.

HDF Energy: Wasserstoff industrialisieren

Hydrogène de France (HDF Energy) ist ein in Bordeaux ansässiges KMU, das sich auf die Entwicklung großskaliger Wasserstoffinfrastrukturen weltweit sowie auf die Konzeption und Industrialisierung von Hochleistungs-Brennstoffzellen spezialisiert hat. Diese Brennstoffzellen erzeugen Strom aus Wasserstoff, um die Stromerzeugung und den schweren Mobilitätssektor – insbesondere den Schiffs- und Schienenverkehr – zu dekarbonisieren. Als technologisches Herzstück der von HDF Energy entwickelten Lösungen stellen sie die zentrale strategische Komponente ihrer Kraftwerke und Systeme für klimafreundliche Mobilität dar. Die Industrialisierung einer disruptiven Innovation bedeutet weit mehr als das bloße Zusammenfügen von Anlagen. Es geht darum, ein Produktionswerkzeug zu schaffen, das zuverlässig, skalierbar, effizient und in der Lage ist, ein schnelles Wachstum zu unterstützen.

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Flexibilität: antizipieren, was die Industrie noch nicht kennt

Eine der größten Herausforderungen industrieller Standorte liegt in der ständigen Weiterentwicklung von Technologien, Anlagen und Produktionsvolumina. Die HDF-Fabrik setzt daher auf ein regelmäßiges, gut lesbares und einfaches Raster, das maximale Flexibilität ermöglicht. Großspannige Strukturen schaffen offene Flächen und erlauben es, Layouts anzupassen oder neue Anlagen zu integrieren, ohne umfangreiche bauliche Eingriffe vornehmen zu müssen. Skalierbarkeit, Reversibilität und Erweiterbarkeit sind heute entscheidend, um technologische und wirtschaftliche Veränderungen in industriellen Sektoren aufzufangen. Die Aufgabe der Architektur besteht hier darin, räumliche Möglichkeiten zu erhalten, damit sich die Nutzung weiterentwickeln kann, ohne abreißen und neu bauen zu müssen.

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Energieverbrauch senken

Die Silhouette des Gebäudes mit ihren Sheddächern greift traditionelle industrielle Gestaltungsmerkmale auf und übersetzt sie in einen zeitgemäßen Kontext. Die südlich ausgerichteten Dachflächen sind mit Photovoltaikmodulen ausgestattet, während die verglasten Nordfassaden für natürlichen Lichteinfall sorgen, den Bedarf an künstlicher Beleuchtung reduzieren und damit den Energieverbrauch senken. Das HDF-Projekt wurde sowohl in der Planungs- als auch in der Realisierungsphase mit der Zertifizierung BREEAM „Very Good“ ausgezeichnet.

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Eine Fabrik zum Arbeiten, und zum Leben

HDF bietet eine helle, einladende und durchlässige Arbeitsumgebung. Die Büros öffnen sich zu einem zentralen Atrium, das informelle Begegnungen fördert, während Aufenthalts- und Verpflegungsbereiche mit Zugang zu einer Terrasse den Mitarbeitenden echte Rückzugs- und Erholungsräume bieten. Diese Aufmerksamkeit für Nutzerkomfort ist entscheidend, um Talente zu gewinnen und langfristig zu binden – eine der zentralen Herausforderungen für Industrieunternehmen.

HDF Energy: Wenn Architektur den industriellen Wandel unterstützt
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HDF Energy: Wenn Architektur den industriellen Wandel unterstützt
HDF Energy: Wenn Architektur den industriellen Wandel unterstützt

Erweiterte Architektur: eine Methode zur Orchestrierung industrieller Komplexität

Bei einem Projekt wie HDF Energy kann Architektur nicht von Technik, Ingenieurwesen, Landschaft, Umweltqualität oder dem Verständnis der Arbeitsprozesse getrennt werden. Genau hierin liegt eine der Stärken des Patriarche-Modells: Gebäude aus einer multidisziplinären Perspektive zu denken.
Dieser kollaborative Ansatz, getragen von einem tiefen Verständnis industrieller Prozesse, ermöglicht eine Planung vom Großen ins Kleine – vom Standort über den Arbeitsplatz bis hin zum Konstruktionssystem und zur Lichtreflexion auf der Fassadenverkleidung.

 

Client
Hydrogène de France
Team
Patriarche (Architektur, Landschaft, Stadtplanung, Umweltleistung, BIM, Ingenieurwesen, Generalplanung, Kostenmanagement)
Kredits
© Romuald Nicolas

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