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Das Verständnis der Nutzung, um das Bauwerk besser zu entwerfen

In diesem Interview erläutert Ingrid Nappi, Ökonomin und Professorin an der École nationale des Ponts et Chaussées, eine zentrale Herausforderung des Wandels im Bauwesen: die Nutzung wieder in den Mittelpunkt des immobilien- und architektonischen Wertes zu stellen. Sie zeigt auf, wie die jüngsten Krisen die Grenzen eines Modells offenbart haben, das ausschließlich auf finanzieller Performance beruht, und warum das Verständnis der tatsächlichen Bedürfnisse der Nutzer inzwischen unverzichtbar geworden ist.

Das Gespräch beleuchtet außerdem die erneuerte Rolle des Architekten, der sich zum strategischen Vermittler zwischen Entwurf, Ökonomie und Nachhaltigkeit entwickelt hat. Die Antizipation von Nutzungen, die Anpassungsfähigkeit von Räumen, die Berücksichtigung der Lebenszykluskosten sowie die Aufwertung des Bestands: all dies sind Hebel für eine robustere Architektur, die sich aktiv an der ökologischen Transformation beteiligt.

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